Update zu: die M.-Chefin und meine Hals-über-Kopf-Feuerung

Update 2014-10-25 (diese Update ist auch als eigenständiger Artikel von mir verfasst worden; sollte dieser Update noch Korrekturen erfahren, dann an separater Stelle; hier würde er dann bis auf einen Platzhalter absolut entfernt):

Gerade entdeckte ich unter den zu moderierenden Kommentaren zu dem Artikel “die M.-Chefin und meine Hals-über-Kopf-Feuerung” auch einen von dem zum Teil geschätzten Kollegen “JF” aus der betroffenen Firma. Er schrieb einen Text von fast 10 KByte (Zeichen) mit der Firmen-e-mail-Adresse als Absender (gehen wir ruhig davon aus, er schrieb ihn halfoffiziellem Auftrag!). Ich las den Text einmal, ich werde ihn sicherlich gelegentlich mindestens noch einmal lesen. Ich fand darin interessante (vielleicht nicht allesamt völlig unzutreffende) “Perspektiven”, die JF mir sicher schon vor ganz langer Zeit hätte vortragen können, das wäre gewiss insgesamt nützlich gewesen. Schade, dass es diesen Anlass brauchte, um sie zu formulieren und mir vorzutragen! Eigentlich ist sein Text auf bodenlos freche Weise formuliert, nur vordergründig bescheiden und vorsichtig. Er zeugt von tiefsitzender Obrigkeitshörigkeit; ich kann mich aber schwer in die Haut von jemandem versetzten, der im real existierenden sowjetischen Kommunismus aufwuchs – aber auch dies soll keine Diskriminierung darstellen vielmehr nur als Klarstellund dienen. Nicht dass mich das total überrascht, aber es verblüfft mich schon ein wenig.

Mancher seiner “Ansätze” stammt eben auch aus der Sichtweise eines lokalen Platzhirschen und “Alpha-Männchens”, die klingen zwar sogar irgendwie “objektiv”, zum Teil aber auch einfach abschätzig, geringschätzig und nach Tiefschlag; Alpha-Männchen haben eben auch funktionierende Unterdrückungsmechanismen – und man muss sich den Alpha-Männchen und ihren Unterdrückungsmechanismen nicht unbedingt unterwerfen, insbesondere wenn sie feigerweise sogar über den rechten Zeitpunkt hinaus den Mund nicht wirklich richtig aufbringen.

Selbstverständlich war meine nach dem Wiedereinstieg im August selbst gewählte Job-Bezeichnung auf gewisse Weise maßlos überheblich – aber ich benutzte sie nicht im internen “Verkehr”, und die einzige und wirkliche Absicht war meine eigene Wertsteigerung bei der zukünftigen Job- und Preis-Findung. Und was ging das die aktuelle Firma an, die einem von vorneherein untersagte, sich jeher auf sich als vergangenen Auftraggeber zu beziehen. Mich würde wirklich interessieren, seit wie langer Zeit meine selbst-gewählte und einigermaßen private Job-Bezeichnung auf den Gängen die Runde machte. Und seltsam, dass das nie zur Sprache kam! Ich hatte ja durchaus Kollegen diesbezüglich scherzhaft ins Vertrauen gezogen. Wem also war es aufgefallen, und wie kam es in Umlauf?

Nein, sein Kommentar ist von einer solchen Qualität, dass ich ihn hier nicht (und eben) uneingeschränkt veröffentlicht sehen möchte. Wenn er das für notwendig hält, dann, bitte, wo anders! Keine Ahnung, ob “JF” ernsthaft glaubte, Kommentare gingen hier unzensiert durch. Er hält das nun sicher für Zensur, welch großes Wort. Aber Zensur ist fast ausschließlich als “Zensur durch staatliche Stellen” zu verstehen, und niemand hat das Recht auf Veröffentlichung seiner Meinung in einem nicht-eigenen Publikationsmedium, und schon gar nicht in meinem persönlichen Blog, und auch nicht in einem staatlichen. Allerdings sollen dem Staat hohe Hürden für das Verhindern der Publikation von persönlichen Meinungen auferlegt werden. Aber der Staat hat auch nicht die Aufgabe, jeden Bürger einzeln bei der Publikation seiner persönlichen Meinung zu unterstützen. Ich habe übrigens auch keine solche Verpflichtung.

Update 2014-10-26 01:00: In der letzten Stunde entdeckte ich von ebendem Kollegen “JF” eine e-mail (die auf den Freitag datiert, mithin auf einen Zeitpunkt bevor ich überhaupt seinen Kommentar entdeckte), in welcher er die Nicht-Veröffentlichung seiner Meinung als Kommentar auf meinem Blog als “zu feige und schon gar nicht demokratisch” bezeichnet. Hatte ich ihn diesbezüglich doch richtig eingeschätzt. Leider. Meinen Standpunkt dazu stellte ich oben schon dar. Sein Demokratie-Verständnis finde ich seltsam – aber solange er seine Verwirklichung nur mit friedlichen Mitteln anstrebt, ist das ja ganz in Ordnung.

Er möchte die Veröffentlichung seines Kommentars erzwingen, quasi dreist erpressen:

Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit, dass viele irgendwie damit betroffenen Personen meinen Kommentar lesen, ist beim Publizieren in deinem Blog viel niedriger als in dem Fall, dass ich das Ganze (ich meine all deine Artikel und meine Reaktion darauf) per E-Mail direkt an meine Kollegen und deine Personalvermittlerin schicken würde.

Es steht ihm sicher frei, beliebige Meinungsäußerungen an G’tt und die Welt zu schicken, aber die Idee, auf diese Weise die Publikation auf meinem Blog zu erzwingen, finde ich leicht befremdlich.

Gegen den dreisten Erpressungsversuch werde ich zeitnah juristische Beratung suchen und evtl. juristische Schritte unternehmen.

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