mit dem ICE von Ingolstadt nach Berlin

Letzte Nacht streikte die Buchungs-Seite der Deutschen Bahn. Das besonders Dumme daran: Man zweifelt, dass es an der Bahn liegt. Man probiert es mit dem Hotel-WIFI (-WLAN), man probiert es mit dem Tethering des eigenen Telefons. Dann erst glaubt man, dass es doch an der Bahn liegt. Ist am Abend (ähm eigentlich am Morgen, nämlich so ca. 02:00) vor der Abreise schon ein wenig belastend. Vom Aufstehen bis zum Einsteigen in den Zug – alles mit dem nicht ganz so introvertierten und quick-lebendigen Kind am Rockzipfel – man möchte das Wichtigste schon vorher erledigt haben. Die Verbindung meiner Wahl war ausgebucht, sprich: keine geschickten Reservierungen waren mehr verfügbar, der Zug schien komplett voll – auf nicht besetzte Schwerbehinderten-Plätze oder die ominösen “bahn.comfort”-Plätze setze ich nicht. OK, Kind hatte sich zwischendurch einen Platzverweis quasi “erkämpft” und tummelte sich ein paar Minuten außerhalb des Zimmers auf dem Gang. Das reichte dann doch, um die Plätze in einigermaßen Ruhe und Besonnenheit zu buchen.

Ab Ingolstadt also im ICE galten unsere Reservierungen, leider nicht zusammenhängend, aber immerhin …, jedenfalls beides Gangplätze. Mal sehen! Der näher am Ausgang liegende Platz (ein Gang-Platz) zeigte keine Reservierung an, der daneben liegende Fensterplatz übrigens schon, aber erst ab Nürnberg. Eine Dame saß auf “meinem” Platz. Dann:

  • die Dame: “auch im richtigen Wagen?”
  • ich: “schon”
  • die Dame rückt auf den ab Nürnberg reservierten Fensterplatz und schaut bedröppelt … und blättert ab sofort nervös in ihrem Buch hin und her – für Gabriel hatten wir einen Behinderten-Tisch-Platz in unmittelbarer Sichtweite gefunden, dort klimperte er mit seinen neuen Lego-Starwars-Figuren, die noch geräusch-verdächtige und -erzeugende Schlüssel-Anhänger an sich hatten – diese Schlüssel-Anhänger erzeugten nicht nur in meinen mal wieder übernächtigten Ohren ziemliche Nervosität – die Dame blickte auch mehr als einmal nach dem geräusch erzeugenden Kind
  • eigentlich hatte ich der Dame zugetraut, dass ihr die Reservierung am Gang gehörte, sie aber gerne beide Plätze einnahm

Aaaah, beinahe vergaß ich’s zu erwähnen: ein ICE mit Bord-Internet-Versorgung – yipeeeee!

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