spannende Geschichte für 8-Jährige: Frida Nilsson: Ich, Dante und die Millionen

Frida Nilssons Roman für Kinder überschreitet die Grenzen des klassischen Krimis, auch wenn es darin gilt, einen Bankraub aufzuklären. Doch wichtiger ist Nilsson (die im Begriff ist, eine der wichtigsten zeitgenössischen Kinderbuchautorinnen Schwedens zu werden) eine ganz andere Nachforschung: Helges Suche nach Sinn, nach der Antwort auf die Frage, wer er eigentlich sein will. […] Der gesellschaftskritische Unterton ist typisch für Nilsson, ohne dass sie dabei moralisierend oder belehrungswütig wirkt. Sie zwinkert eher. Ihre Helden müssen […] oft erst erkennen, dass Schein und Sein zwei unterschiedliche Dinge sind. Oder sie sind selbst absolut schräge Typen. sprechende Ratten zum Beispiel, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein Gebiss nur aus Goldzähnen. Auch bei diesen Gestalten erst einmal herauszufinden, wer sie wirklich sind, statt zu sagen: Es gibt doch gar keine sprechenden Ratten!, das gibt Nilsson dem Leser auf, und darin liegt das Geheimnis ihrer Erzählkunst.

– Susanne Gaschke: Krimizeit für Kinder: Surrealer Müllhaldenkrimi, in: Die Zeit vom 13.10.2011

Frida Nilsson hat so etwas wie das Kinderbuch zur Finanzkrise geschrieben, das zusammen mit den gelungenen Zeichnungen von Ulf K. seinen ganz eigenen, spröden Charme entwickelt. Zuweilen pädagogisch, aber nie oberlehrerhaft entfaltet sie da an einem unmöglichen Ort eine Geschichte von Freundschaft, Mut und Selbstfindung, die zwar nicht “zauberhaft” aber immer spannend zu lesen ist. […] Ich, Dante und die Millionen ist das richtige für junge Leser, die mal eine Harry-Potter-Pause brauchen, oder die noch nie etwas mit Zauberern anfangen konnten. Wer beim “Froschkönig” schon immer auf der Seite des Frosches stand, wird sich bei dieser originellen, witzigen Geschichte jedenfalls prächtig amüsieren.

– Norbert Zähringer: Frida Nilsson findet Millionen auf dem Müll, in: Die Welt vom 09.12.2009

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