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Andreas Maiers Roman “Das Haus”

Nachdem ich in der vergangenen Nacht “Das Zimmer” abschloss, bin ich jetzt ganz neugierig, ob der Erzähler damit mit dem Onkel J. “fertig ist”, und was nun neben der Wetterau und der Familie Boll den Mittelpunkt des Romans bildet.

Irgendwie ist dem Erzähler der Dienstwagen des Vaters wichtig, den dieser von der Hen­nin­ger Bräu AG gestellt bekam. Dass das Auto mal erwähnt wird, kann man ja verstehen, aber dass es immer insbesondere als der Dienstwagen genannt wird, weist wohl irgendwie darauf hin, dass es etwas Besonderes war.

Während “im Zimmer” das Wort “Silage-Geruch” war, das zwar nur einmal genannt wurde, aber quasi ständig im Raum schwebte, kommt nur das Wort “imbezil” hervor – auch ein Wort, das man nicht unbedingt direkt versteht und zur Sicherheit nachschlägt – fast bin ich sicher, dass es eben auch auf sanfte Weise brutal sein soll:

Das war aber eine ziemlich kurze Zeit im Kindergarten. Heutzutage liefert man sein Kind nicht am allerersten Tag gleich für einen ganzen Tag ab.

Aus “Drinnen / Die Jubeljahre …”:

Ich habe noch in Er­in­ne­rung, daß den Kin­dern da­mals auf die­sen Par­tys rei­hen­wei­se schlecht wurde, ver­mut­lich in­fol­ge der Kom­bi­na­ti­on aus Cola und dem be­sag­ten Nu­del­sa­lat (mit Tho­my-Ma­yon­nai­se), sie kamen rei­hen­wei­se ins Erd­ge­schoß hoch­ge­lau­fen, ihre jun­gen Kör­per waren die Tor­tu­ren, die ihnen ihr ei­ge­ner Wille be­reits auf­las­te­te, noch nicht ge­wöhnt. In ei­ni­gen Jah­ren wür­den sie auf Co­la-As­bach und der­glei­chen um­stei­gen und dazu immer noch Nu­del­sa­lat essen, aber in­zwi­schen mit Mofas zu ihren Par­tys fah­ren. Aber davon wuß­ten sie da­mals noch nichts.

Aus “Draußen / Das Frühstück …”:

Mit den Jah­ren habe ich im­mer­hin ge­lernt, so etwas wie eine Re­ak­ti­on zu si­mu­lie­ren, ich weiß, so­zu­sa­gen abs­trakt, an wel­chen Stel­len ich was wann zu tun und zu sagen habe, und ich ver­su­che dann auch immer etwas zu sagen, aber es ist na­tür­lich er­kenn­bar, daß es un­echt und bloß vor­ge­spielt ist, folg­lich neh­men sie es in ers­ter Linie als Un­wil­len wahr.

Na­tür­lich re­agier­te mein Vater immer mit einem ge­wis­sen Miß­mut, wenn er hörte, der An­dre­as gehe wie­der nicht zur Schu­le, denn er be­griff ein­fach nicht, warum ich nicht in die Schu­le ging, er be­griff meine Wi­der­stän­de nicht, und vor allem be­griff er meine Furcht vor den Men­schen und meine kom­plet­te Über­for­de­rung durch sie nicht. Er be­griff sie nicht nur nicht, son­dern ich glau­be, er ver­ab­scheu­te etwas daran. Mög­li­cher­wei­se sah er darin eine Schwä­che, die ihm zu­wi­der war. Mög­li­cher­wei­se glaub­te er, ich nähme mir ein Recht her­aus, das, wenn es sich alle her­aus­näh­men, zum so­for­ti­gen Zu­sam­men­bruch der zi­vi­li­sier­ten Welt füh­ren würde (alle wür­den dann ab so­fort jeden Tag mor­gens ein­fach zu Hause blei­ben, wie ich).

Fortsetzung folgt.

Technisches zum e-book

Etwas Technisches zum e-book – zuerst zeigt calibre mir das ganze Buch in kursiv an:
Vor calibre-2.32.1 hatte calibre ein Problem mit CSS und das ganze Buch wurde kursiv angezeigt – aber ich als ich anfing, dieses e-book zu lesen, benutzte ich 2.30, und ich brauchte ein wenig Zeit, um es eben nicht mehr so kursiv zu sehen, und das ging so:
Ich startete calibre’ “Run check”, erlaubte ihm, die Font-Family-Namen in page_styles.css zu korrigieren, und schließlich änderte ich dort “font-style: italic, oblique;” nach “font-style: italic;” von Hand, weil calibre ersteres nicht akzeptierte. Jetzt war es erstmal gut. Dann änderte ich die Font-Family-Namen wieder zurück, und es war immer noch gut. Effektiv löschte ich also nur oblique und das Komma, und gut war’s.
iBooks war hingegen auch mit “italic, oblique” zufrieden.
Mit calibre-2.32.1 gab es dieses CSS-Problem also nicht mehr. Hmm.
Ich hatte mir schon einen Account angelegt, um dieses Problem von calibre zu melden. Dann hielt ich es für vorteilhaft, das Problem mit der neuesten verfügbaren Version von calibre zu verifizieren – und siehe es war weg. Das hatte ich nicht erwartet. Aber man lernt ja nie aus.

Noch etwas Technisches zum e-book – das e-book hatte keine Überschriften, aber ich leitete selbst welche ab:
Ich mag es nicht, wenn in e-books Kapitel keine Überschriften haben. Bei Papier-Büchern mag das OK sein (da hat man zur Orientierung Seitennummern), bei e-books “zwingt” mich das, mit calibre selbst Überschriften zu bauen. Manchmal wird das verlegenheitshalber der erste Halbsatz, manchmal weniger. Schon dem Inhaltsverzeichnis kann ich dann mehr abgewinnen.

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