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Das Leben Familie Testament

meine Regale leeren sich …

Für “fremde Augen” reißen diese Leerungsaktionen eher keine überwältigende Lücken in meine Regale, aber für meine jungen Nachbarn wirken diese Papiermüllberge zwischen unseren Wohnungstüren sicher schon etwas befremdlich. Kaum verschwindet mal ein über Wochen gewachsener Berg (in Richtung Papiermüll), tauchen schon die nächsten Hügel auf und wachsen sogar schon wieder zusammen.

Na, bisher waren diese Leerungsaktionen eher einfach, ich nahm immer nur jene Sachen in die Hand, die mir recht leicht fielen. Tja, aber warum sollte ich mit den schweren Brocken anfangen? So gibt’s einigermaßen guten Fortschritt. Und die schweren Brocken werden auch ihre Zeiten finden, in welchem mir ihre Entsorgungen leicht fallen werden. Je kleiner die Auswahl für fällige Entsorgungen werden wird, umso mehr und häufiger werden auch sie in den Fokus geraten und sich nicht mehr wehren können.

Von der Perspektive her möchte ich, dass diejenigen, die sich mit meiner Hinterlassenschaft herumschlagen werden müssen, sich nur mit ganz trivialen Entscheidungen konfrontiert sehen. Keine schwierig zusammengesetzten Ordner mit Papier und Plastikhüllen, die u.U. nach persönlichen Dingen aussehen und zum Blättern verleiten. Einfach zu entsorgende Stapel von Büchern ohne offensichtlichen oder wahrnehmbaren Bezug, das kann ich ihnen gerade so zumuten. Vielleicht habe ich’s bis dann aber auch schon geschafft, selbst diese Dinge zu entsorgen.

Manchmal überkommt es mich, und ich lasse herumhängende Bilder meines älteren Sohnes von hier und dort verschwinden. Mein Herz blutet, wenn ich ihn so lieb von diesen alten Bildern strahlen sehe. (Gestellte Bilder aus Kita- und Grundschul-Zeiten.) Heutzutage sehe ich ihn auf einem ganz unbeschreiblich traurigen und eindeutigen Weg. Und ich sehe nicht, wie ich ihn davor bewahren kann. Wie gesagt: Mein Herz blutet, meine Augen werden feucht.

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Raben-Kalender

Kalenderblatt vom 28. Januar 2012 – über Adalbert Stifter

Stifters Langweiligkeit ist von grandioser Art. Es ist spannend zu sehen, wie er die üblichen Formen von Spannung verweigert. Jede Fußsohle wird ausführlich abgerollt.

Hermann Kurzke ((* 1943 in Berlin) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler, katholischer Theologe und Autor [aus seinem Wikipedia-Artikel]) 

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Spock (Raumschiff Enterprise): “Dass Sie zu dieser Erkenntnis gekommen sind, macht mich sehr glücklich.”

Seriensynchron – Specials – TOS-Nachsynchronisation (DVD)

Bei diesem Spruch habe ich mich vor Lachen gebogen. Vulkanier und Emotionen – das passt ja eher nicht. OK, Spock ist ja nur halber Vulkanier, aber trotzdem. Er bemühte sich eben, etwas Nettes zu sagen, aber es klingt halt schon eher wie eine Höflichkeits-Lüge.

Ich sah jene Folge neulich nachts und notierte mir das Zitat auf der Rückseite eines Kalenderblatts. Jetzt war es Zeit, das herumliegende Kalenderblatt zu entsorgen, und eine nette wenn auch aufwändige Variante von Entsorgen ist es halt, einen Blog-Artikel daraus zu gestalten. Und dann macht sich natürlich ein Link auf eine hübsche Fundstelle ganz nett.

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Film: Die Kinder von Blankenese (2010) (TV)

Die Kinder von Blankenese (2010) (TV)

Sah diesen Film vergangene Nacht auf phoenix.

Aus der Beschreibung dieses wunderbaren Films auf phoenix.de [Link]:


Mit Ungeduld warten die Kinder auf die Papiere für ihre Ausreise nach Palästina. Doch die Zertifikate werden von den britischen Behörden nur widerwillig und willkürlich ausgestellt. Der fortwährende Hass der deutschen Bevölkerung gegen alles “Jüdische” ist weiterhin zu spüren. Im Zoo werden Rahel und Reuma beschimpft, und im Krankenhaus weigern sich Krankenschwestern, das “jüdische Mädchen” Golda zu versorgen. Als dann die Passagiere des Flüchtlingsschiffes “Exodus” nach Hamburg zurückkehren, aufgebracht von den britischen Alliierten, weicht den Erziehern die Kraft. Werden doch Überlebende des Holocausts zurückgeschickt ins Land ihrer “Mörder”. In diese Trauer bricht die Nachricht von der Gründung des neuen Staates Israels. Die noch fehlenden Zertifikate zur Ausreise werden ausgestellt, die Kinder können Deutschland verlassen. Ben, Rahel und Reuma begleiten sie nach Israel.

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Berlin

phoenix (TV): Vor 60 Jahren: Grundsteinlegung für die Bauten der Stalinallee (AKA Frankfurter Allee)

PHOENIX – HISTORISCHE EREIGNISSE

“Berlin, Frankfurter Allee” auf Wikipedia.org [Link] – äußerst aufschlussreich, wirklich:

  • 1708 ließ der Markgraf Albrecht Friedrich von Brandenburg-Schwedt die Straße als Heerweg anlegen.
  • Von 1824 bis 1872 hieß die Straße Frankfurter Chaussee,
  • bis das Stück zwischen dem Frankfurter Tor und der Grenze von Berlin am 20. September 1872 in Folge einer Kabinettsorder in Frankfurter Allee umbenannt wurde.
  • Weitere Teile wurden später auch umbenannt.
  • Zum 70. Geburtstag von Josef Stalin wurde die Allee 1949 in Stalinallee umbenannt.
  • 1961, acht Jahre nach dem Tod von Stalin, wurde der Teil vom Alexanderplatz bis zum Frankfurter Tor in Karl-Marx-Allee benannt und der Teil vom Frankfurter Tor bis Alt-Friedrichsfelde in Frankfurter Allee zurückbenannt.

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Medienwirksamkeit: wenn beim Ski-Spektakel Sportlerinnen interviewt werden …

… tragen manche beim Interview (man denkt) selbstverständlich immer noch ihren Helm und die dunkle Ski-Brille, andere aber tragen eben die Mütze (des Sponsors (wohl)) und eben keine Ski-Brille.

Wenn ich nicht schon diese Inflation von Labels / Kategorien hätte, würde ich spätestens hiermit gerne Medienwirksamkeit starten.

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Das Antizionismus-Problem der SPD: Helmut Schmidt

Das Antizionismus-Problem der SPD: Helmut Schmidt: Vor wenigen Tage setzte das Simon Wiesenthal Center Herrmann Dierkes, Duisburger Linken-Fraktionschef, auf ihre Liste der Top 10 Antisemiten des Jahres 2011. Gleichzeitig fallen auch andere Parteimitglieder regelmäßig antisemitisch auf: Israel wird zum Apardheitsregime dämonisiert, Boykottaufrufe gegen israelische Produkte oder Glaube …
… Israels Existenz hängt in hohem Maße auch von seiner militärischen Verteidigungskraft ab. Es ist daher auch die Verantwortung des Westens, diese zu sichern. Schmidt sieht das anders … Weiterlesen →

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IMDb Kino-Film

Kino-Film: Zettl (2012)

Zettl (2012)

Ich sah diesen Film inzwischen, und nachdem inzwischen ein paar Tage vergangen sind, während welcher ich mich besinnen konnte, kann ich frank und frei sagen, dass ich diesen Film überhaupt nicht empfehlen kann und dass das unsäglicher Mist ist.

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Gerwald Claus-Brunner (Pirat im Berliner Abgeordnetenhaus): ziemlich ignorant mit Pali-Tuch im öffentlichen Leben

Mit Pali-Tuch ins Abgeordnetenhaus: Seit dem 18. September ist die Berliner Piratenpartei nun mit insgesamt 15 Mandatsträgern im Abgeordnetenhaus vertreten. Einer von ihnen ist Gerwald Claus-Brunner, der manchen durch diverse TV-Runden bekannt sein dürfte. Stets tritt er mit Kopftuch auf, da er dieses auch … Weiterlesen →

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Film: Mutig in die neuen Zeiten – Nur keine Wellen (2006) (TV)

Mutig in die neuen Zeiten – Nur keine Wellen (2006) (TV)

Geriet am Samstag Nachmittag im Fitness-Club auf dem Laufband in diesen ziemlich sehenswerten Film, der auf ARTE gezeigt wurde [Link]:

Anfang der 60er Jahre wollen drei österreichische Familien mutig in die neuen Zeiten gehen, ohne großes Aufsehen zu erregen. Doch weder die Arbeiterfamilie Redlich, noch die adligen von Ulmendorffs oder die jüdischen Industriellen Berkowitz können größeren Wellengang verhindern.