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Amos Oz Judentum Yiddishkeit

eine anderer Nachruf zu Amos Oz: Nebbich – also nein!!!

Um das vorauszuschicken: Mein Nachruf zu Amos Oz ist dies nicht – ich kommentiere nur einen Ein-Wort-Nachruf zu Amos Oz aus dem Munde eines Bekannten.

Ein sehr geschätzter Bekannter brachte auf die Bitte nach einem Wort (vielmehr einem Kommentar) zum gestrigen Tode von Amos Oz nur ein Wort hervor: Nebbich. Und er wandte sich ab und ging. Ehrlich, das sagte er und genau so reagierte er. Und für mehr stand er nicht zur Verfügung. Ups! Da war ich sehr verblüfft.

Wir haben also Nebbich (groß geschrieben) und nebbich (klein geschrieben). Nebbich (groß geschrieben) wäre hier eine klare und wirklich nicht harmlose Verunglimpfung. Das klein geschriebene nebbich ist hier vergleichsweise harmlos. Wahrscheinlich konnten sich die Autoren der beiden getrennten Artikel im deutschsprachigen Wiktionary einfach mal wieder nicht einigen und pfuschten sich nicht gegenseitig ins Handwerk. Anders kann es nicht zustande kommen, dass der groß- und der kleingeschriebenen Variante so unterschiedliche Bedeutungen zugeschrieben werden.

Die Verunglimpfung, die mit dem groß geschriebenen Nebbich verknüpft ist, verdient Amos Oz nicht.

Und das Herunterspielen seiner Bedeutung durch das klein geschriebene nebbich verdient Amos Oz auch nicht.

Ich erinnere mich an diese Redewendung aus meiner Schulzeit (heute ist sie nicht mehr so gängig):

de mortuis nil nisi bene / de mortuis nihil nisi bene .

The Latin phrases … indicate that it is socially inappropriate to speak ill of the dead.

Wenn in Deutschland dieser Spruch aus dem griechisch-römischen Altertum nicht so verbreitet und geschätzt wäre, dann gäbe es wohl noch ein paar Nachrufe mehr zu Amos Oz und zwar ganz anderer Natur. Da würden wir uns möglicherweise die Augen reiben. Amos Oz war eben schon auch einer, an dem sich die Geister schieden – und das tun sie eben auch über seinen Tod hinaus. Darüber sollte man sich nicht täuschen.

Update 2018-12-30: Am Abraham-Geiger-Kolleg hatte Amos Oz anscheinend Freunde (zumindest den Rektor, oder?):

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Autor Amos Oz ist tot

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Deutschland Geschichte

 in der deutschsprachigen Wikipedia wurde Götz Aly durch falsches Zitieren 13 Jahre lang “Streit-Historiker” genannt

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mein Sonntag-Abend-Film: Philomena

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meine “Heilige Sneak Preview Nacht” im FaF

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Wikipedia Wikipedia-Zensoren

der Artikel “Richard Strauss” in der deutschsprachigen Wikipedia – Benutzung der Vorlage Internetquelle – wie Techniker den Content-Schreibern unter die Arme greifen können

Der Artikel “Richard Strauss” in der deutschsprachigen Wikipedia ist ein großartiges Beispiel dafür, wohin es abdriftet, wenn den Content-Schreibern nicht unter die Arme gegriffen wird und ihre Weblinks nicht beizeiten schonend und richtungsweisend korrigiert werden.

Bevor ich heute eingriff, sah der Artikel so aus und die Mehrzahl der Weblinks war tot, richtig tot:

Ja, es ist einfach, in einem Wiki-Artikel einen Link mit einer Beschriftung einzuführen – aber weil das Internet lebt, sind die meisten Links innerhalb von Monaten bzw. spätestens wenigen Jahren tot. Außerdem ist so ein Link meistens recht minimalistisch und unterschlägt den Autor, das Erstellungs-, das Abrufdatum, den Herausgeber, die Website, … – sprich: so geht’s nicht. In der deutschsprachigen Wikipedia gibt es einen Formalismus namens Vorlage:Internetquelle :

Und wenn man den Artikel editiert, wird einem angeboten, eine solche Vorlage formularmäßig auszufüllen. Natürlich wird das Drumherum um einen Link damit ausschweifiger und das liest sich nicht nach natürlichsprachlichem Text. Aber dafür unterstützen einen die automatisierten Tools der Wikipedia z.B. bei der Erkennung von toten links und evtl. dem Auffinden passender Archive, die den toten Artikel rechtzeitig aufnahmen. Und selbst wenn diese automatisierte Ergänzung nicht klappt, macht es den menschlichen Helferlein der Wikipedia die Arbeit leichter, einen passenden Archivartikel manuell (als Mensch und mechanisch) hinzuzufügen.

Nichtsdestotrotz wehren sich bis heute Wikipedia-Dinosaurier, -Urgestein und Ewiggestrige gegen die Umgestaltung “ihrer” Artikel durch die Benutzung von Vorlage:Internetquelle, Vorlage:Literatur etc. Und meistens setzen sie sich auch noch mit Hilfe von repressiven Maßnahmen wie Vandalismusmeldungen und zeitlich begrenzten oder sogar unbegrenzten Sperrungen von Benutzer-Konten durch.

Nachdem ich jedenfalls heute den Artikel gründlich restaurierte, waren bis auf Weiteres zumindest erst einmal alle Weblinks in Ordnung:

Hier kann man die Verbesserung erkennen (ein ganz kleiner Teil davon geht auf das Konto von Benutzer:Michael_Bednarek):

Fazit:

  • Es ist Unfug, Weblinks ohne Vorlage:Internetquelle zu verwenden.
  • Es ist irgendwo zwischen inkompetent und bösartig, die Verwendung von Vorlage:Internetquelle zu untersagen bzw. zu revertieren.

Ähnliches bei Gelegenheit hier ganz speziell zum Thema Vorlage:Literatur.

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Amazon Gewerkschaften

Streiks bei Amazon – ver.di: “Wir haben uns auf einen langen Kampf eingestellt”

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Berlin

Weihnachtsmärkte in Berlin und in ihre Öffnungszeiten (2018)

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Ernährung

“Leipziger Allerlei” – der Begriff wird wohl regional ganz unterschiedlich verwendet

Als in den 60-er und 70-er Jahren meine Oma mich in Memmingen (Allgäu, Bayerisches Schwaben) bei ihren Einkaufsgängen mit in die Metzgerei nahm und die Wurstreste kaufen ging (die dann mein Vater bekam, welcher das wohl liebte), da hieß das auch Leipziger Allerlei. Leipzig hat sicher das definitorische Vorrecht bezüglich dieses Begriffs. Ich wollte diese Abweichung nur mal in den Ring werfen.

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nicht-zugeordnet

” Your PACKSTATION shipment … is waiting since 2 days” – wann sagt jemand endlich mal DHL, dass das schlechtes Englisch ist?

Das müsste eigentlich heißen:

Your PACKSTATION shipment … has been waiting for 2 days.