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“der behandelt uns so von oben herab” – jungsche Mitarbeiter beim Auftraggeber über mich

Natürlich verlangt ihr Vorgesetzter keine Beweise dafür, schon gar keine stichhaltigen. (Selbstzensur …) Aber diese Erfahrung haben sie schon als Jugendliche gemacht, als sie Lehrer gegenüber der Mama angeschwärzt haben – die Mama hat ja selbst auch nie stichhaltige Beweise.

In Zeiten von “hire-and-fire” behandle ich Mitarbeiter / Kollegen beim Auftraggeber nie “von oben herab”. Nein, ich bin nicht stinkreich, überhaupt nicht reich, und ich habe gar nicht schon längst ausgesorgt und gehe nur aus Langeweile arbeiten. Ich gehe wegen des Geldes arbeiten, weil ich sie für Miete, Krankenversicherung, Fitnessclub und den Inhalt des Kühlschrankes brauche. Ich versuche, meine Jobs gut zu machen – dazu bringe ich natürlich auch 35 Jahre Berufserfahrung ein. Wenn ich solche Vorwürfe höre, habe ich immer jene Sekundenbruchteile beim Nahen eines Zuges, in denen ich nicht weiß, ob ich stehen oder springen soll.

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Android Facebook Google

Facebook erntet mein Handy-Adressbuch und schlägt mir Facebook-Freunde vor

Ich finde das extrem unerhört. Schade, dass es in Android nicht folgendes Feature gibt:

  • ja, man kann Facebook auf Verlangen ruhig vollen Zugriff auf sein Handy-Adressbuch geben,
  • aber sobald Facebook anfängt, darauf zuzugreifen, gibt es einfach 0 Einträge.

Und auf der Facebook-Seite möchte ich das Vorgeschlagen-Bekommen abschalten können.

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“Kontingentflüchtlinge”, “Spätaussiedler”, ihre Renten und die “Jüdische Allgemeine” mit dem Artikel “Niedrigere Rente für Juden?”

Nein, die jüdischen Kontingentflüchtlinge haben die gleichen Rechte wie “alle anderen” von der Rentengesetzgebung betroffenen.

Ja, die Bundesregierung hat Spätaussiedler etwas besser gestellt als “alle anderen”.

Nein, man sollte jene zwei Gruppen nicht gegen einander ausspielen.

Fordert man ernsthaft (sagen wir mal) 15% Anhebung der Grundsicherung für alle oder jetzt nur der Kontigentflüchtlinge?

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Lala Süsskind, die “Jüdische Allgemeine” und die Hetze mit unberechtigtem Vorwurf gegen das KaDeWe

Durch reine Wiederholung wird der Vorwurf nicht wahrer, auch nicht durch eine nachgeschobene Detaillierung im nachhinein.

Das KaDeWe erwartet wie inzwischen generell in der EU (so gedacht), dass Produkte aus den von Israel “nur” Besetzten Gebieten auch als ebensolche gekennzeichnet werden (solange sich Israel die Besetzten Gebiete nicht als originäres Staatsgebiet einverleibt). Und wenn diese korrekte Kennzeichnung nicht erfolgt, was bleibt einem übrig?

Und nein, das KaDeWe führte keinen Generalangriff auf israelische Produkte durch.

Schön, dass Frau Süsskind gerade weiß, dass die Golanhöhen nicht israelisches Staatsgebiet ist, sondern zu den Besetzten Gebieten zählt. Der Allgemeinheit der Kunden des KaDeWe ist das sicher nicht bekannt. Die EU hatte ihre guten Gründe die Kennzeichnungspflicht zu beschließen. Wer sich daran (nach ausreichendem Vorlauf) nicht halten will, muss dann eben mit den Konsequenzen rechnen.

Ich betrachte Frau Süsskinds Beitrag als Hetze. Ihr schelmischer Blick verrät mir, dass ihr die Hetze und Verdrehung durchaus selbst bewusst ist.

Ich bin überhaupt nicht gegen den Verkauf von Produkten aus den Besetzten Gebieten. Die betroffenenen Betriebe geben übrigens gerade auch den “locals” jedweden Hintergrunds Arbeitsplätze. Gegen die Kennzeichnung bin ich allerdings nicht. Und für einen Boykott dieser Produkte bin ich auch nicht.

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Judentum nicht-zugeordnet Wochenabschnitt

Wochenabschnitt (2015-11-28): “Chaje Sara” — Bereschit 23,1-25,18

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Berlin: Protest gegen Zentralrat – Gruppe »Nicht in unserem Namen« kritisiert Äußerungen von Josef Schuster in der Flüchtlingsdebatte

Ja, auch der Zentralrat braucht seine Kritiker und seine Opposition!

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Jerusalem/Berlin: die Produkte aus dem Westjordanland, das KaDeWe und böse und verschleiernde Kritik

Nein, das Westjordanland (AKA “Besetzte Gebiete”) gehört “immer noch nicht” zum Staat Israel – und wird es wohl auf absehbare Zeit nicht.

Ja, man darf erwarten, dass Produkte aus dem Westjordanland nicht betrügerischerweise als Produkte aus Israel gekennzeichnet werden.

Ja, man darf falsch gekennzeichnete Produkte aus dem Sortiment eliminieren und boykottieren, und ja, das macht einen auf gar keinen Fall zum Antisemiten.

Und ja, es ist traurig, wie lax und vielleicht sogar absichtlich verwirrend in dem o.a. Artikel die Begriffe durcheinandergehen – denn es geht nicht um israelische Produkte, das ist eine unwahre Behauptung – schämt euch für diese Verdrehung:

Das Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe) hat einen vorläufigen Verkaufsstopp für israelische Produkte rückgängig gemacht.

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Joachim Meyerhoff Literatur nicht-zugeordnet

Buch von Joachim Meyerhoff: Alle Toten fliegen hoch, Teil 3: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

Der erste gravierende Orthographiefehler:

Da­ge­gen war die all­mor­gend­li­che Gym­nas­tik mei­nes Groß­va­ters, der ere­mi­tier­ter Pro­fes­sor der Phi­lo­so­phie war, eine ab­stru­se Gym­nas­tik­si­mu­la­ti­on.

Wenn ein Professor nicht mehr vollzeit-engagiert ist und vielleicht ein wenig in Rente geht, dann emeritiert er. Ein Eremit ist ein Einsiedler – das ist etwas ganz anderes.

Aus dem Kapitel “Endlich spielen”:

Wo­chen­lang kratz­te sie mit den un­ter­schied­lichs­ten Werk­zeu­gen wie eine be­ses­se­ne Psy­cho­ar­chäo­lo­gin an mir herum. Schicht für Schicht wurde frei­ge­legt und ich wurde von Stun­de zu Stun­de dünn­häu­ti­ger.

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Andreas Maier Literatur

Andreas Maier: Mein Jahr ohne Udo Jürgens (2015)

Ich begann die Lektüre dieses Buches weniger aus Interesse am Sujet “Udo Jürgens” sondern vielmehr um die jüngeren Werke Andreas Maiers (seit der “Ortsumgehung”) vollständig gelesen zu haben.

Ich mag den Sprachgebrauch Maiers und seine Art, unseren Zeitgeist zu hinterfragen und reflektieren – wir sind ja in höherem Maße Zeitgenossen und haben es einigermaßen mit der selben Gesellschaft zu tun. Und kaum ein Autor geht mir unserer Gesellschaft und den Eltern und der Familie öffentlich so schonungslos um wie eben Andreas Maier.

Seine Besprechung des Liedes “Merci Cherie” fand ich insgesamt hinreißend und sehr erhellend, wie ich bereits an anderer Stelle äußerte:

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mit Gabriel geübt: “Der Vogelfänger bin ich ja” (aus der Zauberflöte)