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Familie Gesellschaft Kindererziehung

die eigentliche antiautoritäre Erziehung darf nicht mit der permissiven und vernachlässigenden Erziehung verwechselt werden

Antiautoritäre Erziehung ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Erziehungskonzepten, die in Deutschland Ende der 1960er und in den 1970er Jahren entstanden sind. Anders als bei der permissiven und der vernachlässigenden Erziehung …

Meine Eltern (Jahrgänge: Vater 1934 und Mutter 1938; Schuldbildung Vater: wohl äquivalent zu nachgeholtem Abitur, Fachoffizier in der Bundeswehr; Schulbildung Mutter: ohne Abitur, Filialleiterin im Einzelhandel, Sportlehrerin ohne Hochschulstudium) gehörten zu jenem Teil ihrer Generation, die für antiautoritäre Erziehung nicht ausdrücklich lobende Worte fanden und sie gelegentlich aus Unwissenheit heraus eher ausdrücklich negativ zitierten. Sie bürsteten selbstverständlich die antiautoritäre Erziehung und permissive und vernachlässigende Erziehung über einen Kamm. Permissiv oder vernachlässigend konnten ihre Erziehungsstile im Allgemeinen nicht genannt werden. Für wissenschaftlich fundierte Erziehungskonzept interessierten sie sich nicht, selbstverständlich kannten sie keine Details der antiautoritären Erziehung. Ganz gewiss beabsichtigten sie, ihre Söhne zu selbstständig denkenden und handelnden Menschen heranzuziehen.

Auch ich selbst hatte mir bis heute keine tiefschürfenden Gedanken über die Unterscheidung im Titel gemacht, aber die Unterscheidung im Wikipedia-Artikel war für mich unmittelbar klar und evident.

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Kindererziehung nicht-zugeordnet

“tikkun olam”, Kindererziehung, Altersheim, …

Gestern hatte ich im Tablet Magazine einen Artikel über “tikkun olam” und Kinderziehung etc. gelesen. Es war darin auch vorgekommen, dass man mit seinen Kindern auch mal ins Altersheim gehen möge, auch wenn sie das nach 5 Minuten nicht mehr aushalten würden. Man könne Sie dann ja nach besagten 5 Minuten auf den Gang gehen und auf dem Smartphone spielen lassen.

Gestern noch hatte ich überhaupt keine Idee, wie ich das umsetzen kann, aber es bewegte mich.

Heute ergab es sich, dass die Kollegen, mit denen ich in München bei der Arbeit essen gehen wollte, mich versetzten. Andere Kollegen, mit denen ich stattdessen essen ging, gingen in die Kantine eines benachbarten Altersheimes essen. OK, allein das war schon etwas viel für mich. Ich bin Agnostiker — wie kann ich an Führung glauben??? Und wie würde ich meinen Sohn, der in Berlin lebt, in das Altersheim nach München bringen. Pause …

Meine eigenen Eltern leben beide nicht mehr, von daher kommen sie als Kandidaten für Besuche im Altersheim nicht in Frage.

Im Laufe des Nachmittages kam mir ein Gedankenblitz: Da war doch der Rabbiner L., den ich sowieso schon lange mal in Berlin im Altersheim besuchen wollte. Ich erfuhr da mal den Namen einer Pfarrerin, die Kontakt zu Rabbiner L. pflegt. Nun, ich griff zum Telefon und rief die Nummer an. Hindernis … – die Pfarrerin W. ist in der Spätschicht. Hat sie eine e-mail-Adresse? Ja, … . Diese e-mail schrieb ich gerade. Hoffentlich lebt der Rabbiner L. noch. Aber ich will ja nicht egoistisch sein. Vielleicht ging es ihm ja auch nicht mehr gut, und vielleicht … . Nun, man wird sehen.

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Amos Oz Familie Kindererziehung nicht-zugeordnet

“auch die Erzieherinnen mochten ihn nicht besonders, weil er sich nicht gegen seine Angreifer wehrte, weil er nicht gesellig war und so viel weinte”

“Auch die Erzieherinnen mochten ihn nicht besonders, weil er sich nicht gegen seine Angreifer wehrte, weil er nicht gesellig war und so viel weinte.”

Excerpt From:
Amos Oz. “Unter Freunden (suhrkamp taschenbuch) (German Edition).” iBooks.

Das ist der Unterschied zwischen israelischen Erzieherinnen und Erzieherinnen in Deutschland (durchaus unterschiedlicher Provenienz) – in Schland dürfen sich Kinder (insbesondere Jungs) nicht gegen Provokationen wehren, sie werden dazu erzogen, petzen zu gehen, dann ist das Kind ein “braves Kind”, so wie es sich gehört. In Israel waren auch die Erzieherinnen schon im Militär bzw. sogar in einem Krieg und sind halt nicht so erbärmlich verweichlicht wie in Schland. Zu einem gewissen Maß gewann ich diesen Einblick durch eine Verabredung (vor ein paar Jahren; OkCupid, ja, ja) mit einer russisch-israelischen Erziehungswissenschaftlerin auf einem Berliner Spielplatz (mit ihren Kindern und dem meinigen, ja, ja). “Die armen deutschen Kinder werden dazu erzogen, brav und vor allem ruhig zu sein”, sagte Lena K.  damals, israelische Kinder werden wehrhaft und zur Selbständigkeit erzogen. Mein João Gabriel sucht seinen eigenen Weg, und dabei versuchen wir, ihm zu helfen. Das System will ihn ernsthaft auf Sedativa setzen (Ritalin) und diagnostiziert ihm dazu ADHS. Aber sie werden ihn nicht klein kriegen. João Gabriel wehrt sich eigentlich immer.

Umso erschütterter war ich neulich, als er sich gegen einen knapp 1 Jahr älteren Junger und seine total aggressiven und brutalen Angriffe ins Gesicht und gegen alle empfindlichen Körperteile *überhaupt* nicht wehrte. Gabriel hatte den Jungen als Freund eingeschätzt und war im Verlauf von 2 Stunden nicht in der Lage, die Situation effektiv neu zu bewerten und sich gegen den Angreifer zu wehren. Da hat er wohl noch Lernbedarf.

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Kindererziehung nicht-zugeordnet

Parentifizierung – ein Begriff aus meiner eben genossenen Erziehungsberatung

Parentifizierung [Wikipedia-Link] Parentifizierung (v. lat. parentes ‚Eltern‘ und facere ‚machen‘) beschreibt die Rollenumkehr zwischen Eltern und Kind, wobei Elternteile ihre Elternrolle oder -funktion unzureichend wahrnehmen und sich das Kind aufgefordert versteht, jene nicht-kindgerechte, überfordernde „Eltern-Rolle“ übernehmen zu sollen. Die Entdeckung und Beschreibung der Psychodynamik aus Parentifizierung geht auf den ungarischen Psychotherapeuten Iván Böszörményi-Nagy (1965) zurück.

Ein gewisses Verhaltensmuster zwischen Sohn#2 und mir (mit mir als Verursacher) befördere seine Parentifizierung. Ich solle es also besser lassen.

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Kindererziehung nicht-zugeordnet

die Schulbriefe des “Arbeitskreis Neue Erziehung e.V.”

A4K – Aktiv für Kinder: Schulbriefe

Sicherlich nicht nur für Eltern von Schülern in Berlin sehr hilfreich.
Bislang las ich die “Elternbriefe” des ANE ganz gern.

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Deutschlandfunk dradio Kinder Kindererziehung

Früher alltäglich, heute verpönt – die Prügelstrafe | Lebenszeit | Deutschlandfunk

Früher alltäglich, heute verpönt – die Prügelstrafe | Lebenszeit | Deutschlandfunk

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Kindererziehung nicht-zugeordnet

Die Elternbriefe des Arbeitskreis Neue Erziehung e.V.

Die Elternbriefe des Arbeitskreis Neue Erziehung e.V.

Wirklich nicht ganz so hübsch wie die 4-seitigen Flyer, aber wenn man mal aus dem Text zitieren möchte, dann ist das doch wirklich äußerst nützlich. Die Texte, die man hier online findet, seien zwar aus dem Jahr 2001 und die Print-Flyer würden up-ge-datet  – aber sei’s drum!

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Bildungspolitik heise-telepolis Kindererziehung

TP: Was Hänschen lernt, macht Hans zum Besserverdiener

TP: Was Hänschen lernt, macht Hans zum Besserverdiener

Eine Studie aus den USA stellt eine produktive Verbindung zwischen herausragender Kindergartenerziehung und späterem Einkommen her

Frühförderung zahlt sich aus, buchstäblich. Kinder, die im Kindergarten das Glück gutgeschulter, engagierter Erzieher hatten, verdienen später mehr Geld. Etwa 320 000 Dollar Mehrverdienst in der Summe sind der zählbare Unterschied zwischen einer Kindergartengruppe mit “überragenden Erziehern” und einer mit durchschnittlichen Erziehern. Der enorme Unterschied zwischen der auch in den USA weitestgehend miserablen Bezahlung von Kindergartenpersonal und der ermittelten “Wertschöpfung” der Erzieher, ist nur eine der bemerkenswerten Schlussfolgerungen, die Harvard-Ökonomen aus einer Untersuchung ziehen, die Steuererklärungen mit der Kindergartenerziehung in Zusammenhang gebracht hat.